Die Fenster der Walserstube des Alten Schnetzerhauses Lech und Omeshorn vom Karhorn aus gesehen

Bürstegg - Der Ursprung von Lech am Arlberg

Die Besiedelung von Lech
Um 1300 begann die Besiedelung des Tannbergs (Lech und Warth) durch die Walser, die im 13. und 14. Jahrhundert über Furka- und Oberalppass in das obere Rheintal kamen und von da aus verschiedene Hochtäler in Vorarlberg und Tirol besiedelten. Die Walser haben als Viehzüchter und Milchbauern das Gebiet um Lech der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Als Gegenleistung für die Urbarmachung des Landes erhielten sie die Grundstücke zu freien Erblehen und besaßen eigene Gerichte, waren also keine Leibeigenen.
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Ein typisches Walserhaus

Allgemeines über Walserhäuser
Wie in allen reich bewaldeten Gegenden, war Holz bei den Walsern das am meisten verwendete Baumaterial. Steine brauchte man ursprünglich nur für die Fundamente, was einen besseren Schutz vor Bodenfeuchtigkeit garantiert. Mit der Zeit wurden – ergänzend zum Holz – für gewisse Gebäudeteile Steine eingesetzt, besonders für die Küche oder das „Feuerhaus“.
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Die Streusiedlung Lech am Arlberg

Von 1790 bis 1857
Um ca. 1790 wurde das Alte Schnetzerhaus an der heutigen Stelle erbaut. Das genaue Datum ist nicht mehr bekannt, aber eines ist sicher: Es war das 58. Haus, das in Lech erbaut wurde. Deshalb trägt das Haus auch heute noch die Hausnummer 58.
Zu dieser Zeit haben sich in Lech sogenannte Hausnamen entwickelt. Da das Alte Schnetzerhaus damals sehr neu war, bürgerte sich der Name „Das neue Haus bei der unteren Kapelle“ oder einfach nur „Neues Haus“ ein. Der Flurnamen für das Stück Land, auf dem das Haus steht, ist in älteren Karten ebenso als „Neues Haus“ bezeichnet.
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Eine alte Ansicht des Alten Schnetzerhauses

Von 1857 bis 1921
Als erste Besitzerin ist Frau Regina Jochum im Jahr 1857 verzeichnet. Über Frau Jochum ist heute leider nicht mehr bekannt und auch nicht in Erfahrung zu bringen.
Als nächster Besitzer ist Herr Ferdinand Beiser verzeichnet. Herr Beiser wurde im Jahr 1840 an der Adresse „Char 10 – sprich Kar 10“ geboren. „Char“ ist ein kleiner Weiler der sich etwas unterhalb von Bürstegg befindet. Ferdinand heiratete im Jahr 1889 im Alter von 49 Jahren seine Frau Susanne. Susanne ist im Jahr 1839 geboren und folglich bei ihre Hochzeit bereits 50 Jahre alt. Die Ehe blieb kinderlos und Frau Susanne Beiser starb im Jahr 1921.

Filomena, Josef und Norbert Schnetzer um 1937

Von 1921 bis 1959
Nach Susanne Beiser übernahm Josef Schnetzer das „Neue Haus". Josef Schnetzer wurde 1886 geboren und heiratete im Jahr 1920 die damals 28-jährige Ludwina Walch. Gemeinsam mit Ludwina hatte er drei Kinder. Nach dem Tod von Ludwina heiratete er seine zweite Frau Filomena. Mit ihr gemeinsam hatte er vier Kinder. Leider überlebten von diesen sieben Kindern nur drei, darunter auch sein Sohn Norbert, der nach Josefs Tod das "Alte Schnetzerhaus" übernahm. Details erfahren Sie unter "Mehr Information".
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Ihr Selbstversorgerhaus in Lech am Arlberg: Das Alte Schnetzerhaus

Von 1959 bis heute
Josef Schnetzer starb im Jahr 1959 im Alter von 73 Jahren. Nach seinem Tod übernahm sein jüngster Sohn Norbert erst gemeinsam mit seiner Mutter Filomena und ab 1973 alleine das Alte Schnetzerhaus. Im Jahr 1960 heiratete er Frau Luise Scharler aus Innsbruck. Gemeinsam bekamen sie die drei Kinder Gerda (1961), Doris (1964) und Harald (1968).
Die 70er, 80er und 90er Jahre waren geprägt vom Aufbau des Tourismus in Lech. Dementsprechend baute auch Norbert mit seiner Frau Luise das Haus Tannegg als kleine Pension auf und laufend weiter aus. Neben dem Bau des Haus Tannegg half Norbert zusätzlich tatkräftig und unter Einsatz finanzieller Mittel beim Hausbau für seinen Halbbruder Josef-Hermann und seiner Schwester Elfriede Schnetzer mit. Nachdem Hermann und Elfriede in ihre neuen Häuser übersiedelt waren, stand das "Alte Schnetzerhaus" auf einmal ohne Bewohner da.
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